Alle Natur- und Tierschutz-Organisationen sagen NEIN – Missratenes Jagdgesetz – Nein!
Missratenes Jagdgesetz – Nein! – 17. Mai 2020
25. August 2020

Alle Natur- und Tierschutz-Organisationen sagen NEIN

BirdLife (Schweizer Vogelschutz) schützt die Vogelwelt. Konsequent, für manche zu konsequent, aber immer im Interesse von Eisvogel, Gartengrasmücke oder dem noch jagdbaren Birkhuhn, Schneehuhn oder Waldschnepfe. Und Pro Natura und WWF kämpfen für Steinbock, Biber, Luchs und ihre Lebensräume. Seit über 100 Jahren.

BirdLife, Pro Natura und WWF kämpfen zusammen mit allen anderen Tier- und Umweltorganisationen gegen das in ihren Augen missratene Jagdgesetz.

Und jetzt kommt die verkehrte Welt. JagdSchweiz und der Schweizer Bauernverband behaupten, über 300 Tierarten würden mit dem Jagdgesetz besser geschützt. Schützen die Schützer weniger gut als die Waidmänner und die Agrarlobby?

Die Auflösung: Die Befürworter zählen sämtliche Brutvögel der Schweiz sowie alle Arten von Säugetieren, für die das Jagdgesetz zuständig ist, zusammen und geben bekannt: Rotkehlchen, Zaunkönig oder Eichhörnchen können nicht mehr dezimiert werden. Doch das ist so oder so klar. Niemand kommt auf die die Idee, Rotkehlchen abzuschiessen. Wirklich von kantonalen Regulierungs-Absichten betroffen waren und sind jedoch Tierarten, die #Konflikte verursachen, u. a. Wolf, Luchs, Biber, Höckerschwan, Graureiher, Gänsesäger und evtl. Fischotter, Bär und Goldschakal. Ihnen allen droht mit dem #Abschussgesetz eine Schwächung des bisherigen Schutzes. Daher sind die Tier- oder Naturschutzorganisation geschlossen im Nein-Lager. Auch weil Höckerschwan und Wolf bereits auf der Abschussliste sind. Und der Biber und Luchs folgen dürften.

Rotkehlchen: Kein besserer Schutz durch das neue Jagdgesetz (Rotkehlchen © Michael Gerber)