Fehlgeleitete Wildhüter werden zu Wilderern
Missratenes Jagdgesetz – Nein! – 17. Mai 2020
19. September 2020

Wildhüter unter Wilderei-Verdacht

Drei Walliser Wildhüter werden beschuldigt, illegal Luchse und Wölfe gejagt zu haben. Das schreibt der Blick in seiner Ausgabe vom 18. September 2020. Eigentlich wären die Lebensbedingungen für Luchse im Wallis ideal. Dennoch hat die Stiftung Kora kein einziges Tier in den über 130 Fotofallen registriert. Wilderer töten die geschützten Tiere bereits an der Kantonsgrenze. Pikant: es handelt sich dabei um Wildhüter, die regelrechte Wolfsjagden veranstalten, raubtierfeindliche Stimmung schüren und Jäger zum Abschuss geschützter Tiere drängen. Zu den Vorwürfen im Blick Stellung nehmen wollten die drei Wildhüter nicht. Die Behörde wiegelt ab: „Der Dienststelle sind keine derartigen Vorkommnisse bekannt.“

Der Bund muss in der Verantwortung bleiben

Vorfälle wie im Wallis bestätigen die Warnungen der Gegner des neuen Jagdgesetzes. Sie befürchten, dass bei einem Ja am 27. September insbesondere Luchs und Wolf im Wallis gewaltig unter Druck kommen. Denn das neue Gesetz verleiht den Kantonen die „Lizenz zum Töten“  – und erlaubt etwa Wolfsabschüsse, bevor die Tiere einen Schaden angerichtet haben.

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