Jägerinnen und Jäger gegen das missratene Jagdgesetz – Missratenes Jagdgesetz – Nein!
Missratenes Jagdgesetz – Nein! – 17. Mai 2020
12. März 2020

Ein breites Komitee von Jäger/innen spricht sich gegen das missratene Jagdgesetz aus

Die Schweiz stimmt am 17. Mai 2020 über das Jagdgesetz ab. Nun wehrt sich auch ein breites Komitee aus der Jägerschaft gegen die missratene Revision. Bereits haben sich 67 Jägerinnen und Jäger dem Komitee angeschlossen und setzen damit ein Zeichen, dass auch aus jagdlicher Sicht eine Aufweichung des Artenschutzes abzulehnen ist. Von den angeblichen Lebensraum- und Tierschutz-Massnahmen im neuen Jagdgesetz profitieren Natur und Wildtiere kaum und sie wiegen die Schwächung des Artenschutzes nicht auf. Das Gesetz ist daher auch aus jagdlicher Sicht klar abzulehnen.

Von der ursprünglich erhofften pragmatischen Revision des Gesetzes, von welcher auch die Jägerschaft profitiert hätte, ist im Parlament nicht mehr viel übrig geblieben. So wurde etwa die gegenseitige Anerkennung der Jagdausbildungen der Kantone, eine Kernforderung der Jagdverbände, im Parlament wegen dem Kantönligeist abgeschmettert. Auch die Schwächung des Artenschutzes geht viel weiter als vom Bundesrat einst geplant: «Von einer massvollen Regulation von Wölfen, die grosse Schäden an geschützten Herden zu machen drohen, ist auch nicht mehr die Rede – faktisch sollen Wölfe mit dem neuen Gesetz auf Vorrat abgeschossen werden können», sagt dazu David Gerke, Jäger und Präsident der Gruppe Wolf Schweiz. Mit dem Gesetz werden Wolfsabschüsse neu sogar vom Bund subventioniert, selbst in Wildtierschutzgebieten.

Der Abbau des Artenschutzes soll dem Volk mit einigen Massnahmen beim Lebensraumschutz schmackhaft gemacht werden. Diese halten aber einer kritischen Überprüfung nicht stand, denn es werden damit keine Lebensräume geschaffen oder aufgewertet. «Das missratene Jagdgesetz sieht keine neuen Wildtierkorridore oder Schutzgebiete für Wildtiere vor», konstatiert Daniel Leu, ehemaliger Präsident des kantonalen Jagdverbandes Schaffhausen. Anstelle von konkreten Massnahmen, sieht das Gesetz vor allem die stärkere finanzielle Abgeltung der Kantone vor, meist für Massnahmen, die sie heute schon umsetzen. So bleibt das Gesetz im Bereich Schutz eine blosse Alibi-Übung, anstatt messbare Verbesserungen für Natur, Wildtiere und Jagd vorzusehen.

Das Jäger-Komitee ist deshalb überzeugt, dass die missratene Revision des Jagdgesetzes weder im Interesse der Jagd, noch der Wildtiere ist und lehnt sie daher ab.

Jäger-Komitee für ein Nein (inkl. Namensliste und Argumentarium):
www.jagdschutzgesetz.ch

Informationen zur nationalen Nein-Kampagne:
www.jagdgesetz-nein.ch

 

Kontakt für Medienanfragen:

David Gerke
Tel. +41 79 305 46 57

Daniel Leu
Tel. +41 79 322 85 72

Fabian Haas
Tel. +41 79 576 59 19

Peter Imboden
Tel. +41 78 635 27 27

Medienmitteilung, 12. März 2020 (PDF)