Berner Komitee „Jagdgesetz Nein“ – Missratenes Jagdgesetz – Nein!
Missratenes Jagdgesetz – Nein! – 17. Mai 2020

Berner Komitee „Jagdgesetz Nein“

Adresse

Berner Komitee „Jagdgesetz Nein“
c/o Pro Natura Bern
Schwarzenburgstr. 11
3007 Bern

Medienkontakt

Verena Wagner
bern@jagdgesetz-nein.ch
Tel. 079 622 50 79

Jörg Rüetschi
joerg.rueetschi@wwf.ch
Tel. 031 310 40 94

 

Co-Präsidium

Andrea de Meuron
Gemeinderätin/Grossrätin/Fraktionspräsidentin Grüne, Thun

Die Natur braucht alle Arten – darum ein klares «NEIN» zum missglückten Jagdgesetz, damit wir den Wildtieren ihren Lebensraum zurückgeben und das ökologische Gleichgewicht zwischen Wild und Wald fördern können!

Nadine Masshardt
Nationalrätin SP/Co-Präsidentin WWF Bern, Bern

Der Schutz wandernder Tiere soll Sache des Bundes bleiben und nicht 26 Kantonen übergeben werden.

Mathias Müller
Grossrat SVP/Berufsoffizier, Orvin

Mit dem neuen Jagdgesetz wird der Abschuss geschützter Tierarten massiv erleichtert. Auf der anderen Seite wurde auf den Schutz von immer seltener werdenden Tierarten verzichtet. Ein solches Gesetz ist einem fortschrittlichen Land wie der Schweiz nicht würdig.

Reto Nause
Präsident der Tierparkkommission, CVP, Bern

Das revidierte Jagdgesetz widerspricht dem Schutzgedanken für bedrohte Arten wie Waldschnepfen und Feldhasen, aber öffnet Tür und Tor für den Abschuss von Biber, Luchs und sogar Höckerschwan, die bisher alle bundesrechtlich geschützt sind – deshalb NEIN zu diesem Jagdgesetz.

Simone Niggli-Luder
23-fache Weltmeisterin im Orientierungslauf, Münsingen

Als OL-Läuferin bewege ich mich oft im Wald, wo Reh und Gämse, Luchs und Wolf in einem natürlichen Gleichgewicht den Lebensraum teilen. Dazu will ich Sorge tragen und stimme deshalb NEIN zum Jagdgesetz.

Christian Siegenthaler
alt-Wildhüter, Gsteigwiler

Ein Sprichwort sagt: «Wo der Wolf jagt wächst der Wald». Luchs und Wolf helfen, grosse Ansammlungen von Hirschen, Rehen und Gämsen aufzulösen und auf weiträumige Lebensräume zu verteilen. Damit werden Schäden und Verbisse am Jungwuchs im Wald und im Kulturland verhindert.

Simone Richner
Rechtsanwältin, Gemeinderatskandidatin Jungfreisinnige Stadt Bern, Vizepräsidentin FDP Stadt Bern

Kompliziert, ungenau und kontraproduktiv - deshalb sage ich NEIN zum revidierten Jagdgesetz.

Hanspeter Steiner
Grossrat EVP, Boll

Ein Nein zum revidierten Jagdgesetz ist kein Nein zur Jagd, sondern ein Ja zum Artenschutz. Mit einem NEIN am 27. September gilt das bisherige ausgewogene Jagdgesetz weiterhin. Dieses hat sich bewährt und stellt einen guten Kompromiss zwischen Schutz und Nutzung dar.

Hans-Ulrich Sterchi
Ehrenpräsident Patentjägerverein Seeland/ehem. Präsident Pro Natura Bern/Fischer, Merzligen

Luchs und Wolf sorgen für eine Regulierung und natürliche Verteilung des Wilds. Sie schützen damit den Wald vor Verbissschäden. Der geltende Schutzstatus muss bleiben – darum NEIN zu diesem Abschussgesetz!

Hans Stöckli
Ständerat SP, Kt. Bern

Heute erlaubt die Zustimmung des Bundes eine koordinierte Regulierung. Für weit wandernde, seltene Grossraubtiere muss der Schutz alpenweit koordiniert werden, nicht unterschiedlich in den Kantonen. Wildtiere kennen keine politischen Grenzen.

Marianne Teuscher-Abts
Grossrätin Kanton Bern/Gemeinderätin FDP, Roggwil

Ein NEIN macht den Weg frei für eine bessere Lösung.

Casimir von Arx
Grossrat/Präsident GLP Kt. Bern, Köniz

Die Artenvielfalt stärker zu schützen, ist ein Gebot der Stunde. Das neue Jagdgesetz bewirkt das Gegenteil: Bedrohte Tiere jagen und geschützte Tiere präventiv abschiessen? Mir ist unverständlich, wie man auf solche Ideen kommt.

Verena Wagner-Zürcher
Präsidentin Pro Natura Bern, Hilterfingen

Während in der Schweiz ein Drittel aller Pflanzen und Tiere bedroht ist, macht das Parlament ein Gesetz für den Abschuss geschützter Tiere. Das müssen wir verhindern!

Organisationen & Parteien

  • Grüne Kt. Bern
  • FDP Kt. Bern
  • SP Kt. Bern
  • GLP Kt. Bern
  • EVP Kt. Bern
  • Pro Natura Bern
  • WWF Bern
  • Berner Vogelschutz
  • Berner Ala
  • Berner Tierschutz

Viele Jägerinnen und Jäger lehnen das Gesetz ab

Ich bin Gründungsmitglied von «Jagd Schweiz», dem Dachverband aller Jagdvereine der Schweiz. Über viele Jahre habe ich mich zudem im Vorstand und als Präsident des Berner Jägerverbandes engagiert. Mir sind viele Jägerinnen und Jäger bekannt, die das Gesetz ablehnen. Denn es stellt weder für die Jagd noch für die Biodiversität einen Mehrwert dar. Der Artenschutz wird nicht gestärkt, wie die Befürworter behaupten. Beispiel: Der Bestand der Schneehühner ist seit 1995 um mindestens 50 Prozent zurückgegangen. In diversen Bergkantonen werden aber noch heute acht oder zehn Tiere pro Jahr erlegt. Das schadet dem Ruf der Schweizer Jägerschaft. Bei der Diskussion um Wolf und Nutztiere ist das Gesetz nur auf die Nutztierhalter zugeschnitten. Sie sollten zuerst ihre Tiere auf den Alpen richtig schützen. Wir Jägerinnen und Jäger sollten uns nicht zu Anwälten von Landwirten machen lassen, die vorab ihre eigenen Interessen verfolgen.

Leserbrief von Peter Zenklusen, Lyss, in Berner Zeitung, Bund und Berner Tagblatt, 15.09.2020

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Kontakt: Verena Wagner, bern@jagdgesetz-nein.ch

Spenden: PC 30 -5640-2, Pro Natura Bern, Vermerk JSG